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Glücksmomente des Sommers

Viel zu lange habe ich nicht mehr geschrieben und viel zu lange habe ich auch die Sekte nicht mehr besucht.

Letzten Montag habe ich mich dann dazu aufgerafft an den Treffen teilzunehmen. Zum einem, weil meine Arbeitskollegin (die schon mal bei WeightWatcher war) mitmachen wollte und zum anderen, weil ich mir endlich meinen 10% Anhänger abholen wollte. Den bekommt man, wenn man 10% seines Startgewichts verloren hat. Dies ist mir schon vor einigen Wochen gelungen, aber von da ab war’s das auch mit dem Abnehmen.

Zurzeit schwanke ich hin und her, habe das Gewicht aber soweit. Ich denke, ich muss mir endlich mal wieder sehr in den Arsch treten und auch genau alles aufschreiben, damit ich wieder voran komme.

„Glücksmomente des Sommers“ – so lautete das Thema des Treffens. All die älteren Damen erzählten fröhlich von ihren schönen Erlebnissen. Ich sass da auch meinem Stuhl und versuchte mich hinter der Dame vor mir zu verstecken, damit der Guru nicht noch auf die Idee kommt mich aufzurufen. Aber alle Mühe war vergebens, ihr Blick wanderte zu mir „Was waren denn ihre Glücksmomente des Sommers?“ fragte sie mich.

Ich überlegte kurz, aber wenn ich an den Sommer dachte, fiel mir nur der Tod und der Leidensweg von Uschis Vater ein. Wochenlang hat er mit dem Krebs gekämpft und gelitten. Auch wenn ich nicht wirklich oft bei ihr war, so habe ich sehr viel mit ihr gelitten. Die 3 Wochen davor, waren die Hölle. Wir haben alle gebetet, dass es doch bitte schnell enden soll, aber es gelang uns nicht. Am Samstag den 04. August machte er um halb 9 Uhr morgens seinen letzten Atemzug.

„Hatten sie keine Glücksmomente?“ fragte der Guru mich noch mal. Ich schüttelte den Kopf und musste auch irgendwie innerlich mit mir kämpfen, dass mir nicht die Tränen in die Augen stiegen. „Was hat denn das Gewicht gemacht?“ fragte sie mich dann und kam ein paar Schritte auf mich zu. „Na ja… es war ein hin und her!“ sagte ich. „Also haben sie es soweit gehalten?“ – „Ja, kann man so sagen!“ – „Meinen sie das sie es das Jahr zuvor geschafft hätten, ihr Gewicht zu halten?“ Ich überlegte kurz, schüttelte dann aber den Kopf „Nein das glaube ich nicht!“ was auch nicht gelogen war. Gerade wenn es stressig wird, neige ich dazu wahllos alles zu Essen was mir schmeckt. „Na dann können sie doch auch froh sein, dass sie ihr gewicht gehalten haben.“ Sagte der Guru zu mir und zauberte mir damit ein Lächeln auf die Lippen. Ich fand es schön, dass sie es schaffte, mich dazu zu bringen, die Sache von der Positiven Seite zu sehen. Ich bin nämlich ein ziemlicher Pessimist.

Zufrieden nickte sie und wandte sich dann einer anderen Frau zu die dann sagte „Ich habe mir neue Kleidung kaufen müssen, weil ich in meine alte nicht mehr passte, weil alles rutschte! Das war für mich ein Glücksmoment!“ Stimmt, genau das hatte ich auch vor 2 Wochen, da war ich mit meiner Mutter neue Hosen kaufen, weil alle anderen aussahen an mir, wie ein Kleidersack. Strahlend kam ich aus der Kabine und konnte es kaum glauben, dass ich in die Hosen passte. Vor einem Jahr wäre das undenkbar gewesen.

Ich habe meine absolute Horrorhose oben im Schrank liegen, neulich als mein bester Freund aus Berlin zu besuch war, habe ich sie ihm gezeigt. Ich passe in diese Hose nun fast 2x rein. Er war erstaunt. Allgemein war er sehr begeistert davon, dass ich schon so viel abgenommen habe. Das letzte Mal haben wir uns im Dezember gesehen und das ist ja nun schon gut ein ¾ Jahr her. Von ihm die Komplimente zu hören, war für mich sehr wichtig und tat mir auch verdammt gut. Es zeigte mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin und ja nicht damit aufhören sollte.

Und was merken wir hier, da war schon wieder so ein Glückmoment des Sommers.

Wenn ich das jetzt alles so in meinem Kopf Revue passieren lasse, stelle ich fest, dass ich doch ein paar Glücksmoment hatte und das spornt mich an, den Kopf nicht in den Sand zu stecken, auch wenn es zurzeit nur hin und her geht, wenn ich mich bemühe, komme ich auch wieder ein Stück voran.
12.9.07 18:57


Harte Zeiten verlangen harte Massnahmen!

Heute habe ich meine Quittung für all das leckere Essen letzte Woche bekommen. 1,9 Kilo zugenommen. Ein tiefer Schlag, aber ich habe mit 3kg gerechnet. Ich bin ein bisschen geknickt, aber ich bin ja selber Schuld. Also heisst es jetzt mir gute und ausführbare vorsetze für die nächste Woche setzen und die auch versuchen einzuhalten. Fangen wir mal an:

- Trotz meiner Tage einen eisernen Willen haben

- Alles aufschreiben

- Wenn ich mir was gönne, es auch aufschreiben bzw. in meinen Tagesablauf/Punkte einplanen

- Mehr Wasser/Tee trinken

- Mindestens 2 Mal die Woche für mindestens 20Minuten Sport machen.

Vier Punkte… vier kleine Hoffnungsträger.

Ich habe heute schon angefangen mit guten Willen voran zu gehen.

- Jeglichen Knabberkram (Chips/Erdnüsse) habe ich, gnadenlos in den Mülleimer verbannt. [Schokolade kann da nicht mehr landen, die habe ich schon gestern Abend aufgegessen]

- In meinem Kopf plane ich schon mal grob meinen Essensplan für Morgen

- Und das allerwichtigste Tina bescheid sagen, dass sie sämtliche Leckerei von mir fernhalten soll.

Ich denke damit habe ich alles Machbare getan. Es ist irgendwie verrückt und man kommt sich auch vor wie ein Junkie, aber es ist nun mal die pure Realität. Die 1,9 kg zeigen es mir. Aber bevor ich wirklich zu einem Junkie werde, muss ich mir selber in den Arsch treten und mir sagen, dass ich nicht wieder so aussehen will wie vor einem Jahr. Vielleicht sollte ich mein absolutes Horrorbild von mir an den Kühlschrank kleben… oder als Mahnmal hier an meinen PC. Hart aber gerecht.

Manchmal muss man wieder auf die Fresse fliegen um zu wissen, dass es falsch war. Aber aus diesen Fehlern lernen Menschen und somit lerne ich auch daraus.

Ehrlich gesagt, habe ich das ganze in letzter Zeit zu sehr auf die Leichte Schulter genommen. Ich habe meine Punkte nie aufgeschrieben und ich habe auch niemals „Nein“ gesagt, wenn mir zum Beispiel meine Arbeitskollegin, leckere, selbstgebackene Amerikaner anbietet. Sie hat sie mir auch nicht in den Mund gestopft, dass war ich selber. Nun werde ich die nächsten Wochen nutzen und das alles wieder an mir gut machen

17.9.07 22:17


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